Borderline Syndrom

Borderline Syndrom

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In diesem Beitrag schreibe ich über eine Klientin, die es mit einer einfachen NLP-Technik geschafft hat, ihr Leben grundlegend zu verbessern. Die Technik ist Ankern.

Die Klientin, eine gute Bekannte von uns, hat ein Borderline-Syndrom. Zumindest wurde das mehrfach so diagnostiziert. Bei ihr kippte das Befinden von “alles gut” zu “ich hasse dich” innerhalb von Sekunden. An sich kein Thema, denn bei uns allen gibt es einen Zeitpunkt, an dem unsere Stimmung möglicherweise kippt.

Sie merkte zwar, dass ihre Stimmung kippt, war aber auch nach jahrelanger Therapie nicht in der Lage, diese Veränderung der Stimmung zu kontrollieren. Der tolle Rat ihres Therapeuten war, sie solle sich mit Menschen umgeben die eben damit zurecht kommen. Nun, an sich vielleicht ein lobenswerter Ansatz, aber leider im richtigen Leben nicht immer machbar. Soll sie sich z.B. im Baumarkt nur mit Verkäufern umgeben die damit zurecht kommen? Nicht sehr praxistauglich wie ich finde.

Mein Ansatz ist anders. Ich brachte ihr bei, wie sie sich einen Trigger setzen konnte, um genau dann, wenn ihre Stimmung kippt den Prozess unterbrechen und damit selbst entscheiden zu können, ob sie nun wütend werden möchte oder nicht. Meines Erachtens darf sie sehr wohl wütend werden, wenn sie das möchte. Sie soll sich aber auch entscheiden können, ruhig zu bleiben, wenn es sozialkompatibler und in dieser Situation hilfreicher ist.

Nachdem wir herausgefunden hatten, wie sie merkt, dass sich ihre Stimmung verändert (VAKOG) hat sie diese Empfindungen geankert und mit einem Alarmsignal verknüpft, das ihr verrät “Mehrere Möglichkeiten der Reaktion vorhanden”. Und siehe da: Es gibt tatsächlich immer mehrere Möglichkeiten! Mit einem Mal hat sie die Freiheit gefunden, sich zu entscheiden ob sie wütend oder gelassen reagieren möchte.

Um das richtig und fest zu verankern, immer wieder ein wenig nachzusteuern waren mehrere Sitzungen nötig, zum Teil auch nur weil sie durch jahrelange Therapie so darauf geprägt war, dass es eine so tiefgreifende Veränderung gar nicht in ein paar Minuten geben könne.

Ich muss hier eines klarstellen: Das war keine Therapie, ich habe ihr nur ein paar grundlegende NLP-Techniken beigebracht mit deren Hilfe sie sich selbst helfen konnte.

Auch bei ihr generalisiert sich die Strategie, sie erzählt mir bei verschiedenen Gelegenheiten immer wieder, dass ihr Alarmsignal erscheint und sie sich dann überlegt, welche Möglichkeiten es noch gäbe.

Ganz lustig fand ich, als sie mir erzählte der Psychologe sei sehr erstaunt über ihre Veränderung und dass er wissen wollte, was da denn auf einmal passiert sei. Er konnte sich ihre plötzliche Veränderung einfach nicht erklären.

Dieser Erfolg, der durch das Vermitteln einfacher NLP-Techniken möglich wurde ist ein Teil meiner Faszination für NLP. Diese Fasination, die einfachen Methoden zur Veränderung, der Gewinn von mehr persönlicher Freiheit, die Liebe zum Menschen der da gegenüber sitzt, das ist was ich in meinen Seminaren vermittle.

“Freedom is everything and the rest is love”.

Peter Dost